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Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena

alle drei Jahre

Mit der Auslobung des Caroline-Preises in den literarischen und journalistischen Kategorien Essay und Feuilleton soll ein ehrendes Andenken an das Wirken der Frühromantikerin Caroline Schlegel bewahrt werden.

Caroline Schlegel (1763-1809) – Die Namenspatronin des Preises

Kennen Sie Caroline?
Keine Ahnung?? Nur ein Name ohne Zusammenhang!?
In unserem Fall ist es Caroline Michaelis.
Sie war die Tochter des berühmten Göttinger Universitätsprofessors Michaelis, Jahrgang 1763. Das hilft Ihnen nicht weiter?
Wie ist es mit Caroline Michaelis Böhmer?
Den Namen ihres Mannes Franz Böhmer, Mediziner in Clausthal, trägt sie seit 1784. In der Abgeschiedenheit des kleinen Harzstädtchens entwickelt die begabte und gebildete Caroline ihr Talent als Briefeschreiberin. Dieser Name sagt Ihnen immer noch nichts?
Dann weckt vielleicht Caroline Michaelis Böhmer Schlegel Erinnerungen an eine femme fatale des 18. Jahrhunderts?
Die Witwe Böhmer, als Jakobinerin verdächtigt, auf der Festung Königstein in Haft, gesellschaftlich verrufen, wird durch die Ehe mit August Wilhelm Schlegel wieder salonfähig. Sie wird das weibliche Zentralgestirn des Jenaer Frühromantikerkreises.
Caroline Michaelis Böhmer Schlegel Schelling - Wir wissen, dieses Wortungetüm hat sie nie als Namen getragen. Der Philosoph Schelling, den sie in Jena kennen lernt, wird die größte Liebe ihres Lebens. Auf der Suche nach ihrem Lebensglück verstößt die „Dame Luzifer“ mutig gegen die Konventionen ihrer Zeit und trennt sich von A.W. Schlegel.


Juli Zeh und Steffen Kopetzky waren die ersten Preisträger des im Jahr 2000 ausgelobten Caroline-Schlegel-Preises. Juli Zeh erhielt den Förderpreis im Bereich Essay und Steffen Kopetzky im Bereich Journalistik/Feuilleton.
Da wären noch Burkhard Spinnen, Kai Agthe, Sonja Hilzinger, Dietmar Ebert und Thomas Hürlimann.
Der Essay „Skandal“ von Burkhard Spinnen erhielt den Hauptpreis 2002.
Den Förderpreis zum Caroline-Schlegel-Preis 2002 erhielt Kai Agthe für den Essay „Diese Maschine ist delicat wie ein kleiner Hund und macht viel Noth.“ 2005 erhielt die Berliner Germanistin und Schriftstellerin Sonja Hilzinger den Hauptpreis. 2008 vergab die Jury den Caroline-Schlegel-Preis an Thomas Hürlimann. Der Schweizer Autor erhielt die Auszeichnung für seinen Essay „Über die Treppe“ aus dem Buch „Der Sprung in den Papierkorb“. Der Förderpreis wurde dem Jenaer Autor Dr. Dietmar Ebert verliehen. Sein Essay „Vielleicht doch ein Roman – Nachdenken über Kertész‘ Dossier K.“ beschäftigt sich mit dem Leben und Werk des Literaturnobelpreisträges von 2002, Imre Kertész. 2011 erhielt den Preis Dr. Ina Hartwig (Frankfurt am Main)
für Ihren Essay „Die absolute Freiheit der Sinne“. Die Förderpreise 2011 erhielten Christina Müller-Gutowski (Düsseldorf) für den Essay „Goethe und die Linie 6“ und
Nadja Mayer (Frankfurt am Main) für den Essay „Die Digitalisierung der Empfindungen – ein Plädoyer für das Ungewisse“.

Kontakt Romantikerhaus Jena:
z.Hd. Herrn Klaus Schwarz
Unterm Markt 12 a, 07743 Jena
(Rückfragen unter Telefon +49 36 41 / 44 32 63
oder E-Mail: romantikerhaus@msn.com)
Caroline-Schlegel-Preis

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